Druckgrafik, Collage und Skulptur von Gisela Eichardt
Malerei und Zeichnung von Jürgen Schmidt-Lingner
Manchmal lohnt es sich, genauer hinzusehen: auf eine wilde Blume am Wegesrand, einen alten Baum, eine Landschaft, die sich verändert – oder auf einen Menschen, dessen Verletzlichkeit sich erst auf den zweiten Blick zeigt.
Die Ausstellung „Was es zu bewahren gilt“ bringt die Werke der Berliner Künstler Gisela Eichardt und Jürgen Schmidt-Lingner zusammen.
Beide verbindet eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und zugleich die Auseinandersetzung mit dem, was vergänglich, verletzlich und dennoch kostbar ist.
Jürgen Schmidt-Lingner richtet seinen Blick auf die oft übersehenen Schönheiten am Wegesrand. Seine Aquarelle und Malereien feiern die Vielfalt von Wildblumen, Wiesen und Landschaften. Zarte kalligrafische Elemente verbinden sich dabei mit den Bildern zu persönlichen Beobachtungen und kleinen visuellen Tagebüchern.
Gisela Eichardt nähert sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. In ihrer „Waldsinfonie“-Serie wird die Schönheit der Natur ebenso sichtbar wie ihre Veränderung. Alte Bäume, Waldstücke und Biotope erscheinen in einer beinahe märchenhaften Bildsprache – und erzählen zugleich davon, was verloren gehen könnte. Ihre Skulpturen wiederum führen mitten hinein in die menschliche Innenwelt: in Verletzlichkeit, Unvollkommenheit, Stärke und Hoffnung.
So begegnen sich in der Ausstellung zwei künstlerische Handschriften und ein gemeinsamer Gedanke: Schönheit nicht einfach als etwas Selbstverständliches hinzunehmen, sondern sie wahrzunehmen und damit vielleicht auch ein Stück weit zu bewahren.
Vita
Gisela Eichardt
Bildhauerin
1964 geboren in Jena | 1992 – 98 Studium Freie Kunst, Universität Mainz | 1994 – 95 Studienjahr in Indien (Visva Barathi University | 1998 Diplom Freie Kunst, Plastik | 1999 – 2000 Meisterschülerin bei Prof. Christa Biederbick | 2002 Stipendium der Stiftung Kulturfonds, Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop | 2002 – 03 Weiterbildung im Multimediabereich | 2002 – 04 Mitarbeit im Kunstbeirat des Freistaates Thüringen | 2004 Arbeitsstipendium des Thüringer Minsteriums für Wissenschaft & Kunst, Kunstpreis der „artthuer 2004“, Geburt des Sohnes | 2008 Stipendium, Künstlergut Prösitz | 2020 Stipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin | lebt und arbeitet in Berlin
zahlreiche Ausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Studienreisen in Deutschland und international
Vita
Jürgen Schmidt-Lingner
Grafiker
1946 geboren, aufgewachsen in (Ost)Berlin | Lehre als Schriftsetzter und anschließendes Studium der Typografie/Gebrauchsgrafik | selbständig als Grafiker | Beschäftigung mit Malerei, Grafik und Fotografie | Leitung von Kunstkursen und Malschulen | lebt und arbeitet in Berlin Prenzlauer Berg
zahlreiche Ausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen und Studienreisen in Deutschland und international